Die erste Hitzewelle dieses Sommers hat auf den Kanaren zu extremen Höchstwerten geführt. Am Donnerstag registrierten die Messstationen des Wetteramtes Aemet insbesondere auf Gran Canaria außergewöhnliche Temperaturen. Den landesweiten Spitzenwert erreichte dabei der Westen der Insel, wo die Thermometer die 40-Grad-Marke durchbrachen.
Erste intensive Hitzewelle des Sommers sorgt für extreme Temperaturen und schwere Sturmböen auf der Insel
Die Wetterstation in Tasarte, einem Ortsteil der Gemeinde La Aldea de San Nicolás, meldete am Donnerstagnachmittag exakt 40,6 Grad Celsius. Damit war dieser Küstenabschnitt der heißeste Ort des gesamten kanarischen Archipels. Auch in anderen Regionen Gran Canarias stiegen die Temperaturen rasant an. So wurden in Tejeda im Inselzentrum 37,2 Grad gemessen, dicht gefolgt von Cuevas del Pinar in San Bartolomé de Tirajana mit 36,9 Grad und Lomo Pedro Hidalgo in Las Palmas de Gran Canaria mit 35,9 Grad.
Parallel zur extremen Hitze entwickelte sich im Osten der Insel eine schwere Sturm-Wetterlage. In der Gemeinde Agüimes registrierte das Wetteramt Sturmböen mit einer Spitzengeschwindigkeit von 91 Kilometern pro Stunde. Dies war zeitweise der höchste Windwert in ganz Spanien. Auch am Flughafen Gran Canaria erreichte der Wind Geschwindigkeiten von bis zu 75 km/h.
Akute Waldbrandgefahr durch die Wetterkombination
Die gefährliche Kombination aus extremer Hitze, sehr geringer Luftfeuchtigkeit und starken Windböen sorgt auf den Kanaren für höchste Alarmbereitschaft. Die Behörden warnen eindringlich vor einer akuten Waldbrandgefahr in den Bergen und Kiefernwäldern der Insel. Die Bürger und Urlauber werden aufgerufen, jeglichen Umgang mit offenem Feuer im Freien strikt zu unterlassen und die Anweisungen des Katastrophenschutzes konsequent zu befolgen.
