Eine drastische Verschärfung der aktuellen Wetterlage beschäftigt die Gesundheitsbehörden auf den Kanarischen Inseln. Die Generaldirektion für öffentliche Gesundheit hat wegen einer massiven Hitzewelle für mehrere Regionen des Archipels das System „MeteoSalud“ aktiviert. Höchste Alarmstufen gelten ab sofort für die ersten dicht besiedelten Zonen.
Gesundheitsbehörde Sanidad warnt vor extremem Risiko und empfiehlt die Absage von Aktivitäten im Freien
Betroffen von der maximalen Alarmstufe Rot (Niveau 3) sind seit Freitag die Gemeinde Telde sowie die gesamten Gipfelregionen (Cumbres) von Gran Canaria. Dieses höchste Warnniveau bedeutet ein extremes Gesundheitsrisiko für vulnerable Gruppen und eine hohe Belastung für die Bevölkerung. Sollte die extreme Hitzeperiode länger als drei Tage anhalten, stufen Mediziner die Gefahr für alle Menschen auf der Insel als extrem ein. Offizielle Richtlinien der Behörden empfehlen daher dringend, alle Aktivitäten im Freien abzusagen und selbst in den Nachtstunden gekühlte Innenräume aufzusuchen.
Zusätzliche Brisanz erhält die Wetterlage durch dichte Calima-Staubwolken in den höheren Luftschichten, welche vor allem die Bergregionen der gebirgigen Inseln sowie die östlichen Provinzen belasten. Trockene Staubluft mindert die Luftfeuchtigkeit und verstärkt die gefühlte Hitzeerzeugung massiv.
Mögliche Ausweitung der roten Warnstufen für den Norden von Teneriffa und La Palma
Prognosen der Gesundheitsbehörde deuten auf eine weitere Verschärfung im Laufe des Wochenendes hin. Eine Ausweitung der roten Alarmstufe auf den Osten, Süden und Westen von Gran Canaria, den gesamten Norden von Teneriffa sowie auf alle drei Warnzonen von La Palma wird derzeit vorbereitet. Parallel dazu gilt bereits die orangefarbene Warnstufe (Niveau 2) für Las Palmas de Gran Canaria sowie weite Teile von Teneriffa und La Palma. Gelbe Warnstufen (Niveau 1) betreffen zudem ausgewählte Zonen auf Lanzarote, Fuerteventura, La Gomera und El Hierro.
Besonders gefährdet sind laut Angaben der Mediziner Kleinkinder unter vier Jahren, Senioren ab 65 Jahren, Schwangere sowie chronisch kranke Menschen mit Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen. Ernsthafte Symptome wie starker Schwindel, plötzliche Schwäche, hohes Fieber oder Bewusstseinstrübungen erfordern eine sofortige Alarmierung des Rettungsdienstes unter der Notrufnummer 112.
