Auf der atlantischen Migrationsroute zu den Kanaren hat sich die Lage in den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres massiv entspannt. Der aktuelle offizielle Bericht des Innenministeriums für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Juli 2026 belegt einen drastischen Rückgang sowohl bei den ankommenden Booten als auch bei den registrierten Migranten.
In den ersten sieben Monaten dieses Jahres erreichten insgesamt 4.675 Migranten die Inselgruppe. Im gleichen Vorjahreszeitraum des Rekordjahres 2025 lag diese Zahl noch bei 11.575 Personen. Dies entspricht einem Rückgang um 6.900 Migranten beziehungsweise einem Minus von 59,6 Prozent.
Zahl der ankommenden Migranten-Boote geht zurück
Noch deutlicher wird der Einbruch beim Blick auf die Anzahl der Boote, die die gefährliche Überfahrt von der westafrikanischen Küste gewagt haben. Erreichten im vergangenen Jahr zwischen Januar und Juli noch 191 Pateras die Inseln, so registrierten die Behörden im selben Zeitraum des Jahres 2026 lediglich 63 Boote. Das bedeutet ein Minus von 128 Booten und einen prozentualen Rückgang von exakt 67,0 Prozent.
Sicherheitsexperten führen diese Entwicklung vor allem auf die verstärkten Kontrollen und Abkommen mit den westafrikanischen Transitstaaten wie Mauretanien und Senegal zurück. Dennoch betonen Hilfsorganisationen, dass die Route trotz sinkender Zahlen aufgrund der starken Strömungen im Atlantik weiterhin zu den gefährlichsten Fluchtwegen der Welt gehört.
