Die extreme Hitzewelle auf den Kanaren zeigt sich weiterhin hartnäckig und nimmt vor allem Gran Canaria in den Würgegriff. Am Dienstag verzeichneten die Meteorologen im Süden und in den Bergen der Insel den fünften Tag in Folge Temperaturen von weit über 40 Grad. Der absolute Hitzepol des gesamten spanischen Staatsgebietes lag dabei erneut im Westen der Insel. In Tasarte kletterte das Quecksilber um 15.40 Uhr auf sage und schreibe 42,6 °C.
Damit sicherte sich die Station in der Gemeinde La Aldea de San Nicolás bereits zum dritten Mal hintereinander den spanienweiten Temperatur-Rekord. Doch Tasarte war kein Einzelfall. In Lomo Pedro Alfonso (San Bartolomé de Tirajana) wurden 41,0 Grad gemessen, während Maspalomas mit 39,8 Grad und Agüimes mit 38,9 Grad nur knapp unter der magischen Marke blieben.
Eine erbarmungslose Tropennacht raubte den Menschen auf den Inseln den Schlaf
Auch nach Sonnenuntergang brachte der Atlantik keinerlei Abkühlung. Ganz im Gegenteil. Die Kanaren erlebten eine regelrechte Glut-Nacht, die selbst für hiesige Verhältnisse extrem ausfiel. Den nächtlichen Rekordwert meldete Suerte Alta in der Gemeinde Agaete, wo das Thermometer mitten in der Nacht um 02.20 Uhr unglaubliche 32,5 Grad anzeigte. Auch in Tijarafe auf La Palma (30,9 Grad) und in den Tirajanas (30,0 Grad) blieb es unerträglich heiß.
Die extreme Wetterlage sorgt in Kombination mit den am heutigen Mittwoch aktiven Aemet-Warnungen vor schweren Sturmböen bis 90 km/h auf La Gomera und dem ausgerufenen Wellen-Alarm an den Küsten für eine angespannte Situation auf dem gesamten Archipel.
Für den Osten, Süden und Westen Gran Canarias gilt weiterhin die orangefarbene Hitzewarnung, während für Teneriffa, Fuerteventura und die kleineren Inseln gelber Alarm aktiv ist.
