Der Sommer bringt den Kanaren die erste extreme Hitzephase des Jahres. Die staatliche Wetteragentur Aemet hat für fünf Inseln die Warnstufe Gelb herausgegeben. Eine Calima auf den Kanaren ist aktuell für eine gefährliche Kombination aus Temperaturen bis zu 35 Grad, dichtem Staub in der Luft und schweren Sturmböen verantwortlich.
Fünf Inseln von Warnstufe Gelb betroffen
Vom aktuellen Wetterereignis sind die Inseln Gran Canaria, Teneriffa, La Gomera, Lanzarote und El Hierro betroffen. Die Behörden warnen insbesondere vor Aktivitäten im Freien. Auch der Schiffsverkehr zwischen den Inseln kann durch das Wetter beeinträchtigt werden.
Die höchsten Temperaturen werden im Süden, Osten und Westen der Inseln sowie in den mittleren Höhenlagen (Medianías) erwartet. Die kanarische Regierung mahnt zur Vorsicht in Waldgebieten, da das Risiko für Waldbrände durch die heiße, trockene Luft stark ansteigt.
Bis zu 35 Grad und dichter Wüstenstaub
Der Schwerpunkt der Hitze liegt auf Gran Canaria. Hier klettern die Thermometer in den Bergen und im Südosten auf 35 °C, punktuell sind sogar Spitzenwerte von bis zu 37 °C möglich.
In den Höhenlagen von Teneriffa, La Gomera und La Palma steigen die Temperaturen ebenfalls sprunghaft über die 30-Grad-Marke. Begleitet wird die Hitze von einer spürbaren Calima – einer Staubwolke aus der Sahara –, die den Himmel vor allem in der zweiten Tageshälfte eintrübt. In den Küstenhauptstädten wie Santa Cruz de Tenerife bleibt es dank der Passatwinde mit rund 30 °C etwas milder.
Sturmböen bis 90 km/h und raue See
Neben der Hitze sorgt der verstärkte Nordost-Passat für extreme Windgeschwindigkeiten. In den Spitzenlagen und Kanälen zwischen den Inseln werden Böen von 70 bis 80 km/h erwartet. Im Südosten von Gran Canaria und auf La Gomera können die Sturmböen lokal sogar bis zu 90 km/h erreichen.
An den Küsten verschlechtert sich die Lage zur Nacht hin deutlich. Die Aemet hat eine Küstenwarnung für Teneriffa, Gran Canaria und El Hierro aktiviert. Der Wind erreicht auf dem Meer die Stärke 7, was im Kanal zwischen Teneriffa und Gran Canaria zu heftigem Seegang führt.
