Ein Badeunfall an der Westküste von Teneriffa hat am Mittwoch einen Großeinsatz der Rettungskräfte ausgelöst. Gegen 13:47 Uhr gingen in der Notrufzentrale mehrere Meldungen über zwei weibliche Badegäste ein, die vor der Steilküste von Los Gigantes in eine lebensgefährliche Strömung geraten waren und sich aus eigener Kraft nicht mehr an Land retten konnten.
Aufgrund der unzugänglichen und felsigen Küstenstruktur in der Gemeinde Santiago del Teide wurde umgehend das Grupo de Emergencias y Salvamento (GES) mit einem Rettungshubschrauber alarmiert. Zudem rückten Einheiten des kanarischen Rettungsdienstes (SUC), der Feuerwehr, der Seenotrettung (Salvamento Marítimo) und der Guardia Civil aus.
Evakuierung per Hubschrauber nach Adeje
Die Besatzung des GES-Hubschraubers konnte die beiden Frauen – im Alter von 21 und 42 Jahren – schnell im Wasser lokalisieren, per Seilwinde an Bord ziehen und so aus der Brandung befreien. Beide Frauen wurden anschließend direkt zum nahegelegenen Hubschrauberlandeplatz nach Adeje geflogen, wo bereits eine Ambulanz des SUC wartete.
Eine medizinische Untersuchung vor Ort ergab, dass beide Badegäste trotz des schweren Schocks glücklicherweise nur leichte Prellungen und Hautschürfungen erlitten hatten. Ein Weitertransport in ein Krankenhaus war nach der ambulanten Erstversorgung nicht erforderlich. Angesichts der aktuellen Hitzewelle und der damit verbundenen thermischen Winde mahnen die Behörden an den Küsten weiterhin zu äußerster Vorsicht.
