Die Guardia Civil hat auf Gran Canaria einen herben Schlag gegen die Markenpiraterie mitten während der laufenden Fußball-Weltmeisterschaft 2026 gelandet. Bei koordinierten Kontrollen in den Gemeinden Ingenio und Telde beschlagnahmten die Beamten insgesamt 1.269 gefälschte Sportbekleidungsstücke. Der geschätzte Marktwert der illegalen Fan-Zubehörteile beläuft sich auf mehr als 97.000 Euro.
Die Ermittlungen der Steuer- und Grenzstreife (PAFIF) aus Vecindario kamen nach einer Anzeige eines offiziellen Markenrechtsvertreters ins Rollen, der den Verkauf von Trikot-Plagiaten mit geschützten Logos gemeldet hatte.
Razzien in Geschäften und auf dem Flohmarkt in Telde
Die erste Durchsuchung fand bereits in einem Handelsgeschäft im Ortsteil Carrizal (Gemeinde Ingenio) statt. Dort stießen die Ermittler auf 529 gefälschte Trikots und Hosen der WM-Teilnehmerländer, die einen Schwarzmarktwert von rund 36.500 Euro aufwiesen. Der Ladenbesitzer wurde wegen eines Vergehens gegen das gewerbliche Eigentum offiziell angezeigt.
Nur wenige Tage später schlugen die Beamten erneut zu. Diesmal im Visier: Ein Verkaufsstand auf einem Marktplatz in Telde. Dort wurden weitere 740 gefälschte Ausrüstungen im Wert von über 61.375 Euro sichergestellt.
Unter der beschlagnahmten Ware befanden sich vor allem die heiß begehrten Nationaltrikots von Spanien, Deutschland, Argentinien, England und Portugal. Die gesamte Beute wurde versiegelt und dem zuständigen Untersuchungsrichter in Telde übergeben.
