Das unbeschwerte Sommerwetter der letzten Tage geht am Wochenende auf dem Archipel vorerst zu Ende. Die Staatliche Meteorologische Agentur (Aemet) hat eine Wetterwarnung herausgegeben. Ab heutigen Samstag, dem 4. Juli, rollt die erste massive Hitzewelle des Jahres auf die Kanaren zu.
Betroffen von dem extremen Temperatursprung sind vor allem die östlichen Inseln, die Mittellagen sowie die südlichen und südöstlichen Hänge des Archipels. Das Kanaren News Magazin hält sie auf dem Laufenden über alle aktuellen Entwicklungen der Wetterlage.
Laut den aktuellen Modellen der Aemet werden die Thermometer in den sonnenexponierten Regionen von Lanzarote, Fuerteventura und Gran Canaria auf bis zu 40 Grad im Schatten klettern. Doch auch auf den westlichen Inseln wie Teneriffa und La Palma schlägt der Hitze-Hammer zu – hier werden Spitzenwerte von bis zu 36 Grad erwartet. Lediglich die direkten Küstenzonen und die tieferen Lagen im Norden können dank des abwächenden Alisio-Passatwinds auf etwas mildere Werte hoffen.
Tropische Nächte und extremes UV-Risiko am Wochenende
Neben den drückenden Höchstwerten am Tag warnt die Aemet explizit vor extrem warmen, sogenannten „tropischen“ Nächten. Vor allem in den höheren Lagen im Süden von Gran Canaria ist damit zu rechnen, dass die Quecksilbersäulen selbst in den tiefen Nachtstunden nicht unter die 30-Grad-Marke fallen. Ein erholsamer Schlaf wird in vielen betroffenen Gebieten kaum möglich sein. Grund für diese extreme Wetterlage ist eine atmosphärische Blockadesituation, die heiße Wüstenluft direkt über den Atlantik pumpt.
Da dieses Wetterphänomen mit einer bereits aktiven Warnung des Gesundheitsministeriums vor extremer UV-Strahlung zusammenfällt, ist allerhöchste Vorsicht geboten. Die Behörden haben das regionale Hitzeschutz-Präventionsprogramm hochgefahren.
Es wird dringend empfohlen, die Mittagsstunden komplett im Schatten zu verbringen, die Flüssigkeitszufuhr drastisch zu erhöhen und körperliche Anstrengungen im Freien zu vermeiden. Nach ersten Schätzungen könnte uns diese extreme Hitzewelle bis weit in die nächste Woche hinein begleiten
