Ein großer Schlag gegen die Kriminalität ist der Guardia Civil auf Gran Canaria gelungen. Unter dem Namen „Operation Urraka“ zerschlug die Kriminalpolizei aus Vecindario und Maspalomas eine gut organisierte kriminelle Vereinigung, die sich auf Einbrüche in Hotels und touristische Apartmentkomplexe spezialisiert hatte.
Vier mutmaßliche Haupttäter wurden von den Ermittlern festgenommen. Vorgeworfen werden den Beschuldigten 18 schwere Diebstähle im Süden der Insel sowie die Mitgliedschaft in einer kriminellen Bande. Das Kanaren News Magazin hält Sie über die Gerichtsverhandlungen auf dem Laufenden.
Ins Rollen kamen die Ermittlungen bereits im Mai, nachdem sich in den touristischen Zonen von San Bartolomé de Tirajana und Mogán die Anzeigen von Urlaubern und Hotelbetreibern gehäuft hatten. Äußerst professionell gingen die Täter bei ihren Streifzügen vor: Sie kundschafteten die Ferienanlagen vorab präzise aus, nutzten die Abwesenheit der Gäste während der Strandstunden und hebelten Fenster oder Balkontüren im Erdgeschoss auf.
Beute im Wert von 35.000 Euro: Guardia Civil gibt sichergestellten Schmuck an Touristen zurück
Ausschließlich leicht zu transportierende Wertgegenstände wie Bargeld, teure Uhren, Marken-Sonnenbrillen, Laptops und hochwertiger Schmuck standen im Visier der Bande. Nach wochenlanger verdeckter Beschattung und der präzisen Auswertung von Überwachungskameras schlugen die Spezialeinheiten der Guardia Civil schließlich zeitgleich in mehreren Wohnungen der Verdächtigen zu.
Ein riesiges Lager mit Diebesgut, dessen Gesamtwert auf über 35.000 Euro geschätzt wird, entdeckten die Beamten bei den Hausdurchsuchungen. Hiervon konnte bereits ein Großteil bestohlenen Touristen zugeordnet und ausgehändigt werden. Die Festgenommenen, die bereits wegen ähnlicher Delikte polizeibekannt sind, wurden dem Untersuchungsrichter in San Bartolomé de Tirajana überstellt welcher U-Haft ohne Kaution anordnete.
