Die Sondereinheit für Umweltschutz der Guardia Civil (Seprona) hat Ermittlungen wegen des Verdachts der Tierquälerei im Gemeindegebiet von Telde auf Gran Canaria eingeleitet. Auf einem ländlichen Grundstück im Ortsteil Lomo de Las Brujas wurden mehr als einhundert Hunde unter mutmaßlich tierschutzwidrigen Bedingungen entdeckt. Auslöser für das behördliche Einschreiten war die Anzeige eines Tierschützers, der die Situation auf dem Gelände vorab dokumentiert hatte.
Der Zeuge gab an, bei einem Besuch der Finca auf völlig verwahrloste Tiere gestoßen zu sein. Viele der Hunde wiesen demnach sichtbare Krankheits- und Verletzungssymptome auf, darunter fortgeschrittene Stadien von Leishmaniose sowie unbehandelte Wunden. Zudem wurden auf dem Areal mehrere Tierkadaver entdeckt, die teilweise ungeschützt auf dem Boden lagen.
Seprona schaltet sich ein: Behörden prüfen Zustand der Tiere
Beamte der Seprona suchten das Grundstück daraufhin für eine erste Inspektion auf. Nach einer ersten Sichtung bestätigte sich der Verdacht auf systematische Vernachlässigung der Tiere. Die Hunde, bei denen es sich überwiegend um Jagdhunde handelt, waren teils ohne ausreichenden Schutz vor der Sonne und unter mangelhaften hygienischen Zuständen untergebracht. Das Kanaren News Magazin hält Sie über die weiteren behördlichen Maßnahmen auf dem Laufenden.
Die Ermittler prüfen nun den genauen Gesundheitszustand jedes einzelnen Tieres in Zusammenarbeit mit Amtsveterinären. Gegen den Besitzer der Finca wird wegen eines Vergehens gegen das Tierschutzgesetz ermittelt. Die lokalen Behörden in Telde koordinieren derzeit, wie die große Anzahl an Hunden tiermedizinisch versorgt und gegebenenfalls auf offizielle Tierheime und Auffangstationen der Insel aufgeteilt werden kann.
