Das Umweltressort der Regierung von Gran Canaria hat die neuesten Zahlen zur Bekämpfung der invasiven Kalifornischen Kettennatter vorgelegt. Im vergangenen Monat verzeichneten die Einsatzkräfte des Projekts „Postu“ einen neuen Höchstwert: Insgesamt 807 Exemplare dieser gebietsfremden Schlangenart konnten innerhalb von nur vier Wochen eingefangen werden.
Dies ist die höchste Zahl an Fängen, die jemals in einem einzelnen Monat registriert wurde. Das Kanaren News Magazin hält Sie über die Entwicklung des Artenschutzes auf den Inseln auf dem Laufenden.
Seit Beginn des Jahres 2026 beläuft sich die Gesamtzahl der unschädlich gemachten Reptilien damit bereits auf 2.339 Stück. Die Behörden führen den aktuellen Erfolg im Monat Juni auf das Zusammenspiel mehrerer Faktoren zurück. Neben den idealen klimatischen Bedingungen, die die Schlangen in dieser Jahreszeit besonders aktiv und sichtbar machen, spielte vor allem die Mithilfe der Bevölkerung eine entscheidende Rolle.
Bürgerhilfe und Fang-App sichern den Erfolg für die Natur auf den Kanaren
Mehr als die Hälfte der im Juni registrierten Schlangen wurde direkt von aufmerksamen Bürgern oder über Meldungen in der offiziellen Smartphone-App „Lampropeltis“ lokalisiert und gemeldet. Die Umweltschutzbehörde betont, dass diese schnelle Informationskette unverzichtbar ist, um die Population wirksam einzudämmen. Die Kalifornische Kettennatter wurde vor Jahren als Haustier auf die Insel eingeschleppt und besitzt auf Gran Canaria keine natürlichen Fressfeinde.
Das Problem betrifft die biologische Vielfalt der Natur auf den Kanaren direkt. Die Schlangen ernähren sich primär von einheimischen Reptilienarten wie der Gran-Canaria-Rieseneidechse und dem Gestreiften Kanarengecko, deren Bestände in den betroffenen Gebieten bereits drastisch zurückgegangen sind.
Die Kampagne zur Schlangenjagd wird daher in den kommenden Sommermonaten intensiv fortgesetzt, wobei die Behörden weiterhin um Wachsamkeit in der Bevölkerung bitten.
