Die Nationalpolizei hat auf Teneriffa sechs Männer festgenommen, die unter anderem wegen Kindesmissbrauchs, der Verbreitung von Kinderpornografie und illegalen Waffenbesitzes angeklagt sind.
Die Operation basiert auf Ermittlungen der zentralen Cyberkriminalitäts-Einheit, die bereits im Februar 2025 eingeleitet wurden. Den Spezialisten gelang es, die Spur von Computernetzwerken zu verfolgen, die über verschlüsselte Peer-to-Peer-Verbindungen (P2P) agierten. Nach der Lokalisierung der Verdächtigen erfolgten zeitgleiche Razzien in Santa Cruz auf Teneriffa, San Cristóbal de La Laguna, Puerto de la Cruz und La Victoria de Acentejo. Dabei stellten die Ermittler zahlreiche Computer, Mobiltelefone und externe Festplatten mit riesigen Datenmengen sicher.
Ermittler fanden einsatzbereite Waffen und Kriegsmunition
Für eine unerwartete und gefährliche Wendung des Falls sorgte die Durchsuchung eines der Wohnobjekte. Die Polizisten stießen in einem Haus auf ein verdecktes, illegales Waffenlager. Der dort festgenommene Verdächtige hortete fünf Kurzwaffen sowie zwei Langwaffen, die allesamt geladen und sofort schussbereit waren. Zudem beschlagnahmten die Einsatzkräfte mehr als 1.400 Patronen verschiedener Kaliber, von denen ein Teil offiziell als Kriegsmunition eingestuft ist.
Spezialisten für Forensik rekonstruieren gelöschte Daten
Der Erfolg des gesamten Polizeieinsatzes ist maßgeblich den IT-Spezialisten der Kriminalpolizei zu verdanken. Als digitale Ermittler gelang es ihnen, gelöschte Protokolle, versteckte Datenpfade und verschlüsselte Verzeichnisse wiederherzustellen, mit denen die Täter versuchten, ihre Identitäten im Netz zu verschleiern. Durch die forensische Analyse der Hardware konnte die Funktionsweise des Netzwerks lückenlos nachgewiesen werden. Die sechs Beschuldigten wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen dem zuständigen Haftrichter überstellt.
