Der Guardia Civil ist auf Lanzarote ein schwerer Schlag gegen die Internet-Kriminalität gelungen. Die Beamten zerschlugen ein kriminelles Netzwerk, das ein lokales Ferienvermietungsunternehmen durch eine perfide Kreditkarten-Masche um eine fünfstellige Summe betrogen hat.
Luxus-Urlaub mit gestohlenen Kreditkartendaten
Die Ermittlungen begannen, nachdem ein Vermieter von Ferienunterkünften auf Lanzarote Unregelmäßigkeiten bei Online-Zahlungen gemeldet hatte. Wie die Ermittler herausfanden, nutzte die Bande im Ausland gestohlene Kreditkartendaten, um Unterkünfte auf der Kanaren-Insel zu buchen. Insgesamt entstand dem Unternehmen ein Schaden von rund 20.000 Euro.
Elf Verdächtige identifiziert – Drahtzieher saß in Madrid
Im Zuge der Ermittlungen konnte die Polizei insgesamt elf Personen identifizieren, die tief in das Betrugssystem verstrickt waren. Die Organisation agierte hochprofessionell. Als Kopf der Bande gilt ein in Madrid ansässiger Drahtzieher, der die gestohlenen Daten besorgte.
Auf Lanzarote selbst wurden gezielt sogenannte „Finanzagenten“ oder Mittelsmänner eingesetzt. Diese Personen stellten ihre eigenen Konten zur Verfügung, um die illegalen Gelder weiterzuleiten oder die Buchungen direkt vor Ort abzuwickeln. Den Verdächtigen drohen nun schwere Anklagen wegen gewerbsmäßigen Betrugs und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung.
