Dramatische Minuten auf einer Transatlantikroute: Ein Flieger auf dem Weg von Rio de Janeiro nach Amsterdam musste heute einen unvorhergesehenen Zwischenstopp auf den Kanaren einlegen. Grund für die Kursänderung war der schwere medizinische Notfall einer Passagierin über dem offenen Meer.
Der Flieger befand sich planmäßig auf dem Flug über dem Atlantik in Richtung Niederlande, als sich der Zustand einer 67-jährigen Reisenden plötzlich massiv verschlechterte. Die Besatzung schlug daraufhin Alarm, da bei der Frau ein schwerer medizinischer Notfall eintrat. Zum Zeitpunkt des Notrufs befand sich das Flugzeug noch komplett außerhalb des kanarischen Luftraums.
Angesichts der potenziellen Lebensgefahr für die Passagierin entschied sich die Cockpit-Crew sofort zu einer Kursänderung und bat die spanische Flugsicherung um Erlaubnis für eine schnellstmögliche Sicherheitslandung auf dem Flughafen Teneriffa-Süd (Aeropuerto de Tenerife Sur Reina Sofía).
Fluglotsen räumten den Weg frei
Die Fluglotsen reagierten umgehend auf das Notsignal. Sie koordinierten den Anflug in enger Absprache mit dem Bodenpersonal auf Teneriffa, sodass Rettungskräfte und Notärzte in Bereitschaft versetzt wurden.
Um keine Zeit zu verlieren, wiesen die Lotsen der Maschine die direkteste Flugroute zu, die aus technischer Sicht machbar war. Von der Einleitung des Sinkflugs bis zum Aufsetzen der Räder auf Teneriffa vergingen so schlussendlich knapp eine Stunde und 15 Minuten.
Direkt nach dem Aufsetzen wurde die Patientin zur weiteren Behandlung an die bereitstehenden Rettungskräfte übergeben. Die Flugsicherung übermittelte der Frau beste Genesungswünsche für eine rasche Erholung.
