In einer landesweiten Gemeinschaftsoperation haben die Nationalpolizei und die Guardia Civil ein kriminelles Netzwerk zerschlagen, das der berüchtigten Südamerika-Mafia „El tren de Aragua“ zugeordnet wird. Während die Bande auf extrem gewaltsame Raubüberfälle in Luxusimmobilien spezialisiert war, führte die Spur der Ermittler auch direkt auf die Kanaren. Insgesamt gab es in Spanien fünf Festnahmen – eine davon erfolgte auf Teneriffa.
Logistikbasis der Mafia auf der Insel bestätigt
Die Ermittlungen begannen im Januar 2026 nach einem brutalen Überfall auf eine Luxusunterkunft nahe der spanischen Stadt León. Die Täter fesselten und bedrohten die Bewohner, darunter Minderjährige, mit Schusswaffen und erbeuteten Bargeld sowie Luxusuhren im Wert von über 110.000 Euro.
Der jetzige Polizeieinsatz bestätigt den Verdacht, dass diese kriminelle Struktur Teneriffa neben Madrid, Ibiza und Ourense gezielt als feste logistische Basis nutzte. Während die restlichen Bandenmitglieder auf dem Festland und den Balearen dingfest gemacht wurden, klickten für einen der Verdächtigen auf Teneriffa die Handschellen. Nach ihrer Vorführung beim Haftrichter wurden vier der Beschuldigten direkt in U-Haft genommen.
Razzien mit schweren Waffen und ‚Tusi‘-Funden
Im Zuge von sechs zeitgleichen Hausdurchsuchungen – darunter ein gezielter Zugriff auf Teneriffa – stießen die Ermittler auf erhebliche Mengen an Rauschgift und Beweismitteln. Sichergestellt wurden unter anderem mehr als 500 Gramm „Tusi“ (rosarotes Kokain), MDMA-Pastillen, Streckmittel sowie scharfe Munition, gefälschte Nummernschilder und detaillierte Dokumente zur Planung zukünftiger Raubzüge.
Dem auf Teneriffa gefassten Mann und seinen Komplizen werden insgesamt acht schwere Straftaten zur Last gelegt, darunter die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, bewaffneter Raub, Freiheitsberaubung sowie Delikte gegen die öffentliche Gesundheit.