Die Nationalpolizei hat am Flughafen von Teneriffa Nord einen Mann festgenommen, der ein Postpaket mit mehr als einem halben Kilo der synthetischen Partydroge „Tusi“ – im Volksmund als rosa Kokain bekannt – einschmuggeln wollte. Der Stoff war im Inneren eines Kuscheltiers eingenäht.
Schneller Zugriff direkt in der Frachtzone
Der Zugriff erfolgte im Rahmen eines Sondereinsatzes gegen den zunehmenden Schmuggel chemischer Drogen via Postversand auf die Kanaren. Die Handschellen klickten im Frachtbereich des Flughafens in La Laguna genau in dem Moment, als der Empfänger die vermeintlich harmlose Sendung vom Festland entgegennehmen wollte.
Was der Mann nicht ahnte: Die Ermittler hatten den Braten bereits am Flughafen in Madrid gerochen. Bei einer Routinekontrolle war das Paket geröntgt und geöffnet worden. Nachdem die Laboranalysen bestätigten, dass sich im Inneren des Spielzeugs exakt 504 Gramm des illegalen Pulvers befanden, ließen die Behörden die Lieferung unter strenger Überwachung weiterfliegen, um den Drahtzieher vor Ort auf frischer Tat zu ertappen.
Gefährliche Modedroge aus dem Verkehr gezogen
Der Versand über klassische Kurierdienste ist laut Angaben der Nationalpolizei ein weit verbreitetes Mittel, um Drogen in kleineren Mengen auf das Archipel zu bringen. Durch den erfolgreichen Abfangjäger-Einsatz wurde verhindert, dass das Gemisch – welches meistens aus Ketamin und MDMA besteht – in den lokalen Straßenverkauf von Teneriffa gelangt.
