Wegen einer schweren Erkrankung an Bord und schlechten Wetters musste ein Transatlantikflug nach Brasilien am Samstagnachmittag auf den Kanaren zwischenlanden. Nachdem die Piloten den Landeanflug auf Teneriffa wegen heftiger Sturmböen zweimal abbrechen mussten, steuerten sie die Maschine für eine Notlandung nach Gran Canaria.
Schwere Erkrankung an Bord erzwingt Zwischenlandung
Die dramatischen Minuten in der Luft begannen mitten über dem Atlantik, als die Besatzung ein akutes medizinisches Problem bei einer Passagierin meldete. Die Frau litt unter den Anzeichen einer schweren Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis), weshalb die Piloten umgehend die Freigabe für eine prioritäre Sicherheitslandung auf dem Flughafen Teneriffa Süd anforderten.
Gefährliche Scherwinde: Zweimal „Durchstarten“ über Teneriffa
Im Anflug auf Teneriffa wurde es für die Besatzung extrem ungemütlich. Wegen des schlechten Wetters am Boden war an ein sicheres Aufsetzen überhaupt nicht zu denken.
- Erster Anflug gescheitert: Beim Versuch, auf der Landebahn 07 in Teneriffa Süd aufzusetzen, erfasste eine heftige Windschere das Flugzeug und zwang die Piloten zu einem abrupten Durchstartmanöver.
- Zweiter Versuch abgebrochen: Die Crew startete eine neue Schleife und setzte zu einem zweiten Versuch an. Erneut machten unberechenbare Sturmböen das Manöver unmöglich, sodass die Piloten den Anflug aus Sicherheitsgründen endgültig abbrachen.
Erfolgreiche Notlandung und Evakuierung auf Gran Canaria
Aufgrund des kritischen Zustands der Patientin lotsten die Fluglotsen die Maschine daraufhin mit absolutem Vorrang zum Flughafen Gran Canaria um. Andere Maschinen räumten bereitwillig ihre Positionen in der Warteschleife.
Die Piloten landeten den Flieger sicher auf der Bahn 03L. Noch auf dem Rollfeld wurde die Frau an die wartenden Notärzte übergeben, die sie umgehend in ein Krankenhaus in Las Palmas einlieferten.
