Der Guardia Civil ist auf Gran Canaria ein empfindlicher Schlag gegen die Logistikketten der internationalen Rauschgiftmafia gelungen. Im Südosten der Insel wurden sechs Männer festgenommen, die mit einem PS-starken Schnellboot aus Andalusien übergesetzt waren. Die Gruppe steht im dringenden Verdacht, Treibstoff und Nachschub für den Weitertransport großer Drogenmengen auf dem Atlantik organisiert zu haben.
Zugriff an der Küste von Arinaga
Die Verdächtigen wurden von den Ermittlern der Guardia Civil abgefangen, nachdem das Schnellboot heimlich an der Küste von Arinaga festgemacht hatte. Bei der anschließenden Durchsuchung stellten die Beamten zahlreiche Benzinkanister, Satellitentefone und Dokumente sicher. Die Ermittlungen zeigen, dass die Männer gezielt als Unterstützungszelle agierten, um sogenannte „Go-Fast“-Boote, die mit Drogen beladen aus Südamerika oder Westafrika kommen, auf hoher See aufzutanken und zu warten.
Ermittlungsverfahren wegen Drogenkriminalität läuft
Nach der Vorführung beim zuständigen Haftrichter in San Bartolomé de Tirajana wurden alle Beschuldigten andalusischer Herkunft unter strengen Meldeauflagen vorläufig auf freien Fuß gesetzt. Gegen sie wird weiterhin wegen Beihilfe zum schweren Drogenhandel und der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Die Behörden prüfen nun die Verbindungen der Gruppe zu größeren Drogenringen auf dem spanischen Festland.
