Der Sommer steuert auf den Kanaren auf einen neuen Höhepunkt zu. Die Generaldirektion für Zivilschutz und Notfälle hat basierend auf den Prognosen des staatlichen Wetteramtes eine Warnung vor einer neuen Hitzewelle herausgegeben. DerHitze-Schub beginnt am Mittwoch und bringt extrem hohe Temperaturen sowie eine drastische Waldbrandgefahr mit sich.
Extreme Brandgefahr auf dem Archipel: Temperaturen klettern ab Mittwoch vielerorts auf weit über 38 Grad
Die Alarmierung wegen der mittlerweile vierten Hitzewelle dieser Saison gilt ab Mittwoch, dem 29. Juli, und wird sich voraussichtlich mindestens bis zum Sonntag, dem 2. August, hinziehen. Ursache für die extreme Wetterlage ist eine stabile Hochdruckbrücke in Kombination mit einer starken afrikanischen Luftströmung. Dies führt auf den Inseln zu einem schlagartigen Absinken der feuchten Passat-Luftschicht, wodurch sich die Hitze vor allem in den höheren Lagen staut. Zudem wird eine starke Dunstschicht über den Inseln erwartet.
Die extremen Temperaturen konzentrieren sich vor allem auf die mittleren Höhenlagen von La Palma, Teneriffa und Gran Canaria. In den Tälern Gran Canarias klettern die Werte voraussichtlich rasch auf über 38 Grad. Bis zum Wochenende dehnt sich die Heißluftmasse weiter aus, sodass auch im Landesinneren von Fuerteventura Spitzenwerte um 38 Grad erreicht werden. Zudem sorgen tropische Nächte dafür, dass es auch nach Sonnenuntergang kaum abkühlt.
Wetterbedingungen verschärfen die Waldbrandgefahr
Durch das Zusammenspiel aus starker Sonneneinstrahlung, sehr niedriger Luftfeuchtigkeit und lokal böigen Winden aus Süden steigt das Risiko für folgenschwere Waldbrände auf ein extremes und kritisches Niveau. Der Zivilschutz appelliert eindringlich an die Bevölkerung, jegliches Entzünden von Feuern im Freien sowie das Grillen auf Waldrastplätzen strikt zu unterlassen. Zudem sollten sportliche Aktivitäten in die frühen Morgenstunden verlegt und ausreichend Wasser getrunken werden, um gesundheitliche Notfälle zu vermeiden.
