Zackenbarsche, Papageifische, Oktopusse, Muränen und Stöcker sind nur einige der Produkte, die täglich auf den Märkten und bei den Fischhändlern von Las Palmas auf Gran Canaria angeboten werden. Doch für viele Verbraucher ist es beim Einkauf gar nicht so einfach, die Qualität und den Frischegrad der Ware exakt zu beurteilen. Im Rahmen eines Informationstages im Hafen San Cristóbal haben Experten der lokalen Fischergenossenschaft die wichtigsten Kriterien für den Fischkauf zusammengefasst.
Die fünf wichtigsten Merkmale beim Kauf: Augen, Kiemen und die Festigkeit des Fleisches
Um die Frische eines Fisches zweifelsfrei zu bestimmen, müssen Verbraucher auf vier zentrale optische und haptische Kriterien achten. Das wichtigste Merkmal ist die Festigkeit. Ein frisch gefangener Fisch weist eine natürliche Muskelstarre auf und ist vollkommen fest. Fühlt sich das Fleisch hingegen weich oder schwammig an, liegt das Tier bereits seit Tagen in der Auslage.
Zudem geben die Augen einen klaren Hinweis: Sie müssen prall, nach außen gewölbt und glänzend sein. Eingefallene, matte oder trübe Augen sind ein Zeichen für mangelnde Frische. Ein weiterer Blick sollte den Kiemen gelten, die eine leuchtend hellrote bis dunkelrote Färbung aufweisen müssen.
Sind die Kiemen bräunlich, gelblich oder mit Schleim bedeckt, ist vom Kauf abzuraten. Zuletzt müssen die Schuppen fest am Körper anliegen und die Haut sollte einen natürlichen Glanz sowie einen sauberen, angenehmen Duft nach frischem Meerwasser verströmen.
Mindestgrößen und gesetzliche Etikettenpflicht im Handel
Die Experten betonen, dass der bewusste Einkauf bereits vor der Frischeprüfung beginnt. Verbraucher sollten zwingend auf die Einhaltung der gesetzlichen Mindestgrößen der jeweiligen Fischart achten. Diese Kontrollen garantieren, dass die Tiere die Geschlechtsreife erreichen und sich mindestens einmal fortpflanzen konnten, was den Fortbestand der Fischbestände sichert.
Im Zweifelsfall bietet das gesetzlich vorgeschriebene Etikett an der Fischtheke absolute Sicherheit. Sollte dieses nicht sichtbar ausliegen, haben Kunden das Recht, die Dokumentation vom Händler einzufordern. Auf dem Etikett müssen das genaue Fangdatum, das Fanggebiet, der Name des Fischereifahrzeugs, die Fangmethode sowie der offizielle Handelsname und der wissenschaftliche Name der Fischart lückenlos hinterlegt sein.
