Der Guardia Civil gelang in enger Zusammenarbeit mit dem deutschen Bundeskriminalamt (BKA) ein schwerer Schlag gegen den internationalen Rauschgifthandel. Auf Teneriffa und in Cartagena nahmen Spezialeinheiten zwei flüchtige deutsche Staatsbürger fest, die von den deutschen Behörden per internationalem Haftbefehl gesucht wurden. Einer der Festgenommenen gilt als der Kopf eines großen Drogennetzwerks, das tonnenweise Kokain, Amphetamine und Marihuana von Spanien nach Deutschland exportierte.
Jahrelange Ermittlungen im Untergrund
Die länderübergreifenden Ermittlungen begannen bereits im Jahr 2021 unter der Führung des BKA. Im Jahr 2025 baten die deutschen Behörden schließlich die spanische Polizei offiziell um Amtshilfe, nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Zielpersonen aufgrund des Ermittlungsdrucks in ihrer Heimat nach Spanien geflohen waren. Mit der operativen Überwachung wurde die Anti-Drogen-Spezialeinheit der Guardia Civil aus Alicante betraut.
Der Anführer des Netzwerks sowie sein engster Komplize wechselten in Spanien ständig ihre Identitäten und Aufenthaltsorte, um den Fahndern zu entkommen. Trotz der extremen Sicherheitsvorkehrungen der Kriminellen gelang es den Ermittlern im Laufe der Monate, dutzende Rauschgiftlieferungen auf dem Weg nach Deutschland abzufangen und die Verstecke der Männer zu lokalisieren.
Festnahmen auf Teneriffa und in Murcia
Nach monatelanger Observierung schnappte die Falle schließlich zu. Bereits am 28. Januar klickten für einen der beiden Flüchtigen auf Teneriffa die Handschellen. Sein Komplize, der mutmaßliche Kopf der Bande, konnte schließlich nach weiteren intensiven Nachforschungen am 7. Juli in einem Wohnhaus in Cartagena (Murcia) lokalisiert und festgenommen werden.
Bei den Festgenommenen handelt es sich um zwei deutsche Staatsangehörige im Alter von 33 und 35 Jahren. Beide Männer wurden umgehend der Audiencia Nacional – dem obersten spanischen Strafgericht in Madrid – vorgeführt. Sie befinden sich aktuell in Untersuchungshaft und warten auf ihre baldige Auslieferung nach Deutschland, wo ihnen langjährige Haftstrafen drohen.
