Der Nationalpolizei ist im Süden von Teneriffa ein bedeutender Schlag gegen die internationale Kriminalität gelungen. In Los Cristianos in der Gemeinde Arona nahmen die Beamten einen der meistgesuchten Flüchtigen aus Italien fest. Gegen den Mann lag ein Haftbefehl der italienischen Justizbehörden vor.
Zugriff in Arona: Ermittler beenden die Flucht eines verurteilten Straftäters im touristischen Süden der Insel
Die Festnahme fand bereits am 13. Juli statt und wurde nach den ersten Ermittlungsschritten jetzt offiziell bestätigt. Dem Italiener werden schwere Vergehen gegen die öffentliche Ordnung sowie großangelegter Betrug in den Jahren 2018 und 2019 vorgeworfen. In seiner Heimat liegt bereits ein rechtskräftiges Urteil gegen den Mann vor. Die dortige Justiz verhängte eine Haftstrafe von fünf Jahren, acht Monaten und 14 Tagen.
Dem Festgenommenen wird unter anderem das unerlaubte Mitführen und Abfeuern von Lang- und Kurzwaffen in der Öffentlichkeit vorgeworfen. Mit diesen Schusswaffen wurden im Anschluss weitere Straftaten begangen. Zudem war der Mann an der Verbreitung von Falschgeld in verschiedenen Regionen Italiens beteiligt. Ein weiterer Schwerpunkt betrifft großangelegten Arbeitsbetrug. Über ein Netzwerk aus Scheinunternehmen und fingierten Arbeitsverhältnissen erschlich sich die Gruppierung unberechtigte Arbeitslosenzahlungen und schädigte den Staat massiv.
Auslieferung nach Italien steht unmittelbar bevor
Nach dem Zugriff in Los Cristianos wurde der verhaftete Italiener dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser ordnete die sofortige Untersuchungshaft an. Der Mann verbleibt in einem Gefängnis auf Teneriffa, bis die Formalitäten für seine baldige Abschiebung und Übergabe an die italienischen Justizbehörden abgeschlossen sind.
