Die Guardia Civil hat auf Fuerteventura einen Schlag gegen die Logistikketten des Drogenhandels geführt. Drei Männer wurden festgenommen, weil sie tonnenweise Treibstoff für sogenannte „Narcolanchas“ – die pfeilschnellen Boote der Rauschgiftclans – transportierten. Diese logistische Schmuggel-Unterstützung auf offener See wird in Spanien als „Petaqueo“ bezeichnet. Die Justiz reagierte mit maximaler Härte: Nach der Vorführung beim Haftrichter wurde für alle drei Verdächtigen sofort U-Haft angeordnet.
Die Spur führte die Ermittler aus Puerto del Rosario zu einer Tankstelle in einem Industriegebiet der Gemeinde Antigua. Dort wurden die Verdächtigen in einer Samstagnacht beobachtet, als sie enorme Mengen Benzin in Kanister abfüllten. Diese Behälter verstießen in jeder Hinsicht gegen die strengen Sicherheitsvorschriften für den Transport von Gefahrgut. Als die Beamten den verdächtigen Kastenwagen kurz darauf stoppten, schlug ihnen bereits ein beißender Benzingeruch entgegen.
Zwei Komplizen versteckten sich im Laderaum zwischen den Kanistern
Bei der genauen Durchsuchung des Laderaums stießen die Ermittler nicht nur auf die illegale Fracht, sondern entdeckten auch zwei Männer, die sich im hinteren Teil des Transporters panisch versteckt hielten. Das Endergebnis der Durchsuchung war rekordverdächtig: 79 Benzinkanister mit insgesamt 1.975 Litern Kraftstoff stellte die Guardia Civil sicher.
Da kein Zweifel daran bestand, dass diese Menge Kraftstoff für die Versorgung von Drogen-Schnellbooten auf dem Atlantik bestimmt war, klickten für den Fahrer und seine beiden blinden Passagiere sofort die Handschellen. Das Phänomen des „Petaqueo“ hat auf den Kanaren stark zugenommen, da die Mafia auf Logistikhelfer an Land angewiesen ist, um ihre Schmuggelschiffe mitten auf dem Meer zu betanken. Mit der schnellen Festnahme und der harten Haftstrafe senden die Behörden nun ein klares Signal an die Szene.
