Ein medizinischer Rettungseinsatz in der Hauptstadt von Teneriffa führte zu einem überraschenden Waffenfund. Beamte der Lokalpolizei von Santa Cruz beschlagnahmten in einer Wohnung im Stadtteil El Toscal vier Schrotflinten und 523 Patronen verschiedener Kaliber. Die Langwaffen lagen völlig offen und ohne jegliche Sicherheitsvorkehrungen auf einem Bett.
Sanitäter entdeckte die Gewehre im Schlafzimmer
Der Einsatz begann als normaler medizinischer Notfall, nachdem Nachbarn oder Angehörige die Rettungskräfte alarmierten. Ein 65-jähriger Mann lag hilflos und bewegungsunfähig auf dem Boden seiner Wohnung. Während der medizinischen Erstversorgung durch die Besatzung eines Krankenwagens bemerkte ein Rettungssanitäter die Schusswaffen und die Munition im Nebenraum und verständigte umgehend die Polizei.
Da der Wohnungsinhaber stark desorientiert war, konnte er den Beamten keinerlei Angaben zur Herkunft der Gewehre machen oder die erforderlichen Dokumente, Genehmigungen und Lizenzen vorlegen. Die Polizisten stellen das gesamte Arsenal daraufhin sicher.
Übergabe an die Guardia Civil
Eine genaue Überprüfung durch den Waffendienst der Lokalpolizei ergab, dass es sich um vier Schrotflinten des Kalibers 12 der bekannten Marken Schilling, Grulla, Herstal und LIG handelt. Zudem katalogisierten und registrierten die Beamten jede einzelne der vorgefundenen Patronen.
Die beschlagnahmten Langwaffen und die Munition werden nun zusammen mit den entsprechenden Ermittlungsprotokollen an die spezialisierten Fachdienste der Guardia Civil übergeben, die die weiteren Untersuchungen zu den Besitzverhältnissen übernimmt.
