Mitten auf dem Atlantik vor den Kanaren spielten sich filmreife Szenen ab, als schwer bewaffnete Elite-Polizisten einen Schmuggler-Schlepper stürmten. Für die acht Insassen endete die wilde Fahrt direkt in Handschellen. Ziel der Operation war der altersschwache Schlepper „GT Victory“, auf dem eine millionenschwere Ladung Kokain vermutet wird.
Sondereinsatzkommando holt 139 Drogenpakete von Bord
Hinter der spektakulären Aktion steckt eine Gemeinschaftsoperation der Guardia Civil, der Nationalpolizei und der Zollaufsicht, welche eng mit internationalen Ermittlern kooperierten. Ein dringender internationaler Warnhinweis setzte die Behörden auf die Spur des Schleppers, der angeblich tonnenweise Kokain geladen hatte. Zudem hieß es in der Warnung, dass die ausländischen Besatzungsmitglieder an Bord schwer bewaffnet seien.
Absolut unkooperativ reagierten die Männer beim Aufeinandertreffen auf hoher See, da sie sämtliche Aufforderungen zum Stoppen ignorierten. Gefährliche Ausweichmanöver und eine wilde Verfolgungsjagd im kanarischen Gewässer waren die Folge, bis die Einsatzkräfte die Motoren des Schleppers schließlich lahmlegten. Nach einer wilden Verfolgungsjagd nahmen die Beamten schließlich alle acht Insassen fest. An Bord befanden sich über 3,3 Tonnen Kokain, welches in 139 riesige Pakete verpackt war.
Wochenlang als Geisterschiff vom Radar verschwunden
Besonders mysteriös ist die jüngste Geschichte des 50 Jahre alten, in den Niederlanden gebauten Hochseeschleppers. Zuletzt offiziell registriert wurde das Schiff vor über sieben Wochen im Hafen von Gibraltar, von wo aus es eigentlich Kurs auf Marokko nehmen sollte. Ein letztes Radarsignal vom 16. Juli ortete den Schlepper jedoch völlig überraschend im fernen Seegebiet zwischen Südkorea und Japan. Seit diesem Tag galt die „GT Victory“ bis zum Zugriff am Dienstag als spurlos verschwundenes Geisterschiff.
Mittlerweile haben die Ermittler die acht Schmuggler nach Gran Canaria gebracht. Nach Informationen von Canarias7 handelt es sich hierbei um Staatsbürger aus Albanien und von den Philippinen.
Quelle: laprovincia.es
