Absolut unbedenkliche, aber dennoch messbare Erschütterungen wurden in den vergangenen Stunden wieder rund um die Kanaren aufgezeichnet. Erfasst wurden dabei im Atlantik zwei voneinander getrennte seismische Phänomene. Einerseits bebte die Erde mehrfach in einer Serie vor Teneriffas Nordküste, andererseits meldete das Nationale Geografische Institut am Freitagmorgen einen weiteren isolierten Erdstoß vor der Küste von Gran Canaria.
Erdbeben-Serie im Norden von Teneriffa
Nördlich der Küste von Anaga wurden zwischen Mittwochnachmittag und Donnerstagmorgen insgesamt 15 Erdbeben mit geringer Intensität registriert. Nach Angaben des Vulkanologischen Instituts der Kanaren erreichte der stärkste Erdstoß hiervon eine Stärke von 3,3. Experten konnten elf dieser 15 Beben in Tiefen zwischen 25 und 30 Kilometern exakt lokalisieren.
Erdstoß vor Agaete auf Gran Canaria
Auch vor Gran Canaria bebte es wieder. Wie das IGN meldet wurde heute Morgen um 05.26 Uhr vor Agaete ein Erdstoß gemessen. Diese seismische Aktivität in einer Tiefe von nur vier Kilometern hatte eine Stärke von 2,2.
Reine Tektonik: Keine Verbindung zu Vulkanaktivität
Jegliche Verbindung zu vulkanischen Aktivitäten oder Magmabewegungen unter den Inseln wird von den Experten des INVOLCAN und des IGN ausgeschlossen. Verantwortlich für die Erschütterungen sind stattdessen rein tektonische Bewegungen entlang bekannter atlantischer Bruchlinien.
Ein solcher Vorgang ist für das vulkanische Kanaren-Archipel typisch und wiederholt sich regelmäßig. Beide Regionen stehen unter ständiger, engmaschiger Beobachtung der Institute, weshalb für die Bevölkerung keinerlei Anlass zur Sorge besteht.
