Die Straßen der Kanaren konnten in diesem Sommer eine größere Tragödie verhindern. Nach den aktuellen Daten der Generaldirektion für Verkehr (DGT) kamen im Juli und August insgesamt sieben Menschen bei Verkehrsunfällen auf dem Archipel ums Leben. Diese Zahl zeigt einen sehr positiven Trend für die Inseln und bedeutet vier Opfer weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, in dem elf Menschen auf dem Asphalt starben.
Die Statistik normalisiert sich damit wieder auf dem Niveau von 2024 und 2022, während das Jahr 2000 mit 13 Toten weiterhin als der schlimmste Sommer des Jahrhunderts gilt. Bei mehr als 1,2 Millionen registrierten Fahrern auf den Kanaren liegt die sommerliche Sterblichkeitsrate damit bei sehr niedrigen 0,58 Opfern pro 100.000 Führerscheininhabern.
Der deutliche Gegensatz zum gesamtspanischen Trend
Diese positive Entwicklung auf den Inseln steht in einem scharfen Kontrast zu den nationalen Zahlen auf dem Festland. Die spanischen Straßen forderten in diesem Sommer insgesamt 240 Todesopfer bei 218 tödlichen Unfällen, was einem Anstieg von vier Prozent entspricht. Das Land übertraf mit 102 Millionen Fahrten seinen historischen Mobilitätsrekord, was insbesondere im August zu einer Häufung folgenschwerer Unfälle führte. Seit Beginn des laufenden Jahres wurden auf den Kanaren insgesamt 52 Verkehrstote verzeichnet, was sieben weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres sind.
Das Abkommen von der Fahrbahn stellt auf den Kanaren wie im Rest Spaniens weiterhin die größte Gefahr für alle Autofahrer dar und macht rund 37 Prozent aller tödlichen Unfälle aus. Die zweithäufigste Ursache sind schwere Frontalzusammenstöße. Die Zahl der tödlich verunglückten Motorradfahrer sank erfreulicherweise erstmals seit 2014, während die Gefahren für Fußgänger und Radfahrer statistisch zunahmen.
Die Missachtung der Gurt- und Helmpflicht forderte in diesem Sommer landesweit viele vermeidbare Opfer. Eine geplante Verschärfung der Verkehrsregeln durch die Regierung sieht nun vor, den maximal zulässigen Blutalkoholwert auf 0,2 Gramm pro Liter zu senken, um künftig auch auf den Kanaren für mehr Sicherheit auf den Straßen zu sorgen.
