Spaniens Regierung hat ein neues Online-Portal für bezahlbaren Wohnraum gestartet. Casa 47 soll die Suche und Vergabe von staatlich geförderten Mietwohnungen im ganzen Land zentralisieren und funktioniert ähnlich wie private Immobilienbörsen. Zum Start ist jedoch kein einziges Angebot von den Kanaren auf der Plattform zu finden.
Erste Vergabephase konzentriert sich auf das Festland
Anfängliches Angebot der neuen Plattform umfasst exakt 816 Wohneinheiten, die sich auf fünf Regionen auf dem spanischen Festland verteilen. Ein Großteil dieser Immobilien stammt aus den Beständen der staatlichen „Bad Bank“ Sareb und liegt in Katalonien, Valencia, Galicien, Navarra sowie Asturien.
Abseits des ersten Angebots müssen die Kanaren nicht lange auf der Strecke bleiben. Verantwortliche Stellen planen eine vierteljährliche Erweiterung des Online-Angebots und wollen sehr bald 1.500 neue Wohnungen freischalten. Potenzial ist reichlich vorhanden, da der Staat langfristig rund 40.000 übernommene Wohnungen aus dem Bankensektor und Liegenschaften der Ministerien für Inneres, Finanzen und Verteidigung nutzen kann.
Las Palmas de Gran Canaria befindet sich in der Planungsphase
Vergabe der begehrten Wohnungen läuft streng reglementiert ab. Bewerber müssen bestimmte Einkommensgrenzen einhalten, dürfen kein Wohneigentum besitzen und die Miete wird bei maximal 30 Prozent des verfügbaren Haushaltseinkommens gedeckelt. Letztliche Zuteilung der Mietobjekte erfolgt per Losverfahren vor einem Notar.
Obwohl die Inseln aktuell noch komplett fehlen, sind kanarische Projekte hinter den Kulissen bereits in Arbeit. Konkret geplant sind derzeit 56 bezahlbare Mietwohnungen in der Hauptstadt Las Palmas de Gran Canaria. Da sich dieses Bauvorhaben allerdings noch in der Planungsphase befindet, tauchen die Einheiten im aktuellen System von Casa 47 noch nicht auf.
