Eine Kontrollaktion hat am vergangenen Freitag im Naturschutzgebiet der Dünen von Maspalomas für Aufsehen gesorgt. Das Cabildo de Gran Canaria verstärkte die tägliche Überwachung durch eine gezielte Sonderoperation während der besucherstarken Abenddämmerung. Ziel der Behörden ist es, den enormen Druck durch den Tourismus auf das sensible Ökosystem zu minimieren und Pflanzen sowie Tiere effektiv zu schützen.
Drohnen und Polizei jagen Dünen-Sünder
Ein rund zehnköpfiges Einsatzteam fing die Besucherströme direkt vor Ort ab. Beteiligt an der Aktion waren Beamte des Umweltschutzdienstes, die spezialisierte Naturschutz-Einheit SEPRONA der Guardia Civil, die kanarische Polizei sowie die örtliche Polizei der Gemeinde San Bartolomé de Tirajana. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte aus der Luft von einer modernen Drohneneinheit. Die Beamten konzentrierten sich primär darauf, Urlauber in den strikten Sperrzonen aufzuklären, zu stoppen und konsequent auf die offiziell ausgewiesenen Wanderwege umzuleiten.
Dreisprachige Warnungen per Lautsprecher
Zeitgleich sorgt seit dem 26. August ein neues Pilotprojekt direkt am beliebten Aussichtspunkt (Mirador de las Dunas) für Aufmerksamkeit. Pünktlich zu den Stoßzeiten bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang nimmt dort eine automatische Lautsprecheranlage ihren Betrieb auf. Zuvor hatten Datensensoren erfasst, dass sich genau zu diesen Zeiten täglich fast tausend Menschen gleichzeitig im geschützten Areal aufhalten.
Im 15-Minuten-Takt sendet das System nun gut verständliche Hinweise auf Spanisch, Englisch und Deutsch, um die Besucher an die strengen Regeln sowie den gemeinsamen Umweltschutz zu erinnern.
Umweltstadtrat Raúl García Brink betonte ausdrücklich, dass der Erhalt dieser weltweit einzigartigen Enklave massiv vom verantwortungsvollen Verhalten und der Kooperation aller Besucher abhängt. Die Behörden kündigten bereits an, die Kontrollmaßnahmen auch in Zukunft unangekündigt fortzusetzen.
