Gute Nachrichten aus dem Süden von Gran Canaria: Der West-Nil-Virus-Fall von letzter Woche zieht keine weiteren Kreise. Die Testergebnisse der Labore sind da und bringen echte Erleichterung. Es bleibt bei den drei infizierten Pferden, denn alle anderen 36 Tiere auf dem Reiterhof in San Bartolomé de Tirajana wurden negativ getestet.
Quarantäne und strenge Überwachung gehen weiter
Die Entwarnung bedeutete jedoch noch kein Ende aller Vorsichtsmaßnahmen. Um spätere Infektionen endgültig auszuschließen, setzten die Verantwortlichen eine zweiwöchige Beobachtungsfrist an. Nur die drei infizierten Tiere verblieben in Quarantäne. Durch diese Maßnahme blockierten die Behörden den Übertragungsweg. Einheimische Mücken konnten die kranken Pferde nicht stechen und das Virus weitertragen.
Dass kein größerer Schaden entstand, lag laut den Experten auch an der isolierten Lage des Reiterhofs, in dessen unmittelbarer Umgebung sich kaum Wohnhäuser befinden. Sobald die Wartezeit ohne weitere Fälle verstreicht, gilt der Ausbruch als beendet. Im Anschluss soll eine Untersuchung klären, über welchen Weg der Erreger überhaupt auf die Kanaren eingeschleppt wurde.
Sorge in Andalusien wächst dagegen weiter
Im Gegensatz zur entspannten Lage auf den Kanarischen Inseln verzeichnete das spanische Festland eine Verschärfung der Situation. In Andalusien stieg die Zahl der Erkrankungen beim Menschen auf 52 Fälle.
Bei 16 Betroffenen entwickelte sich ein schwerer, neuroinvasiver Verlauf. Seit Beginn der Ausbrüche gab es in der Region bereits einen Todesfall, während 19 infizierte Personen ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten.
