Ein schwaches Erdbeben ist am Montag im Seegebiet zwischen Teneriffa und Gran Canaria gemessen worden. Nach Angaben des Nationalen Geografischen Instituts (IGN) lag das Zentrum des Erdstoßes am Unterwasservulkan Enmedio. In einigen Küstengemeinden war das Beben leicht zu bemerken.
Der Erdstoß ereignete sich exakt um 16.57 Uhr im Seegebiet zwischen den beiden Hauptinseln. Nach den offiziellen Messdaten des IGN lag das Epizentrum direkt im Umfeld des gewaltigen Unterwasser-Vulkangebäudes.
Das Epizentrum befand sich in einer Tiefe von rund 27 Kilometern unter dem Meeresboden. Trotz der Stärke von 3,1 erreichte das Beben eine maximale makroseismische Intensität der Stufe II auf der EMS-Skala. Bewohner der Gemeinde Güímar im Osten Teneriffas berichteten, den schwachen Stoß in Ruhephasen bemerkt zu haben. Schäden an Gebäuden traten nicht auf.
Normales Verhalten im viel befahrenen Kanal zwischen Teneriffa und Gran Canaria
Der Unterwasservulkan Enmedio und die umliegende Meeresstraße gehören zu den Regionen mit der höchsten Erdbebenfrequenz des Archipels. Die Wissenschaftler des IGN betonen, dass das aktuelle Ereignis absolut im Rahmen des normalen Verhaltens dieser Zone liegt.
Direkt neben dem Vulkan verläuft die rund 35 Kilometer lange Enmedio-Verwerfung. Erdstöße in diesem Bereich zwischen Teneriffa und Gran Canaria sind fast immer tektonischen Ursprungs und weisen laut den Experten keine vulkanische Aktivität oder Signale für eine bevorstehende Eruption auf.
Auch die gemessene Tiefe von 27 Kilometern ist typisch für die dortigen Spannungen in der Erdkruste, die sich regelmäßig in Tiefen zwischen 25 und 35 Kilometern entladen.
