Das Geografische Institut (IGN) der Kanaren hat in der heutigen Nacht zum Dienstag, dem 30. Juni 2026, ein spürbares Erdbeben im Meereskanal zwischen Gran Canaria und Fuerteventura registriert. Die Erschütterung erreichte eine Magnitude von 3,9 und riss in den frühen Morgenstunden zahlreiche Anwohner in Dutzenden von Stadtteilen aus dem Schlaf.
Das Epizentrum lag in einer Tiefe von 16 Kilometern mitten im Atlantischen Ozean, wobei das Erdbeben auf Gran Canaria und Fuerteventura örtlich die spürbare Intensitätsstufe III erreichte.
Der seismische Stoß ereignete sich exakt um 02:31 Uhr Ortszeit. Trotz der spürbaren Wellen und der Vielzahl an Meldungen besorgter Bürger bei den Behörden wurden bislang glücklicherweise weder Personenschäden noch strukturelle Sachschäden gemeldet.
Hier war das Erdbeben auf Gran Canaria am stärksten spürbar
Auf Gran Canaria wurde das Beben mit einer maximalen Intensität der Stufe III (schwaches, aber in Innenräumen von Gebäuden deutlich wahrnehmbares Zittern) registriert. Besonders betroffen waren die Gemeinden im Osten und der Hauptstadtregion:
- Ingenio & Agüimes: Deutlich spürbar im Ortskern sowie im Bereich Los Corralillos.
- Telde: Zahlreiche Meldungen aus den dicht besiedelten Vierteln Las Huesas, Las Remudas und Lomo de la Herradura.
- Las Palmas de Gran Canaria: Hier wachten Anwohner in Tamaraceite, San Lorenzo, Tafira Baja, El Román und Jinámar auf.
- Santa Brígida: Die Ausläufer erreichten die Wohngebiete Bandama, Los Alvarados und Los Lentiscos.
In schwächerer Form (Intensität II) zitterte die Erde zudem in entfernteren Regionen wie La Aldea de San Nicolás, Vega de San Mateo, Valsequillo sowie in Cercados de Espino (San Bartolomé de Tirajana).
Auch Fuerteventura von den seismischen Wellen erfasst
Obwohl das Epizentrum der Erschütterung näher an der Ostküste von Gran Canaria lag, überquerten die seismischen Wellen den Meeresarm und machten sich auch auf der Nachbarinsel Fuerteventura bemerkbar.
Das IGN erfasste hier schwache Erschütterungen der Intensität I bis II. Betroffen waren insbesondere die Gemeinde Antigua (einschließlich der Dörfer Agua de Bueyes und Valles de Ortega), der Ort Tiscamanita in der Gemeinde Tuineje sowie die Ortschaft Toto innerhalb der Gemeinde Pájara. Die Behörden beobachten die Region im Atlantik nun intensiv auf potenzielle Nachbeben.
