Die seismischen Aktivitäten im Nordwesten von Gran Canaria reißen nicht ab. Das Nationale Geografische Institut (IGN) der Kanaren hat auch am Sonntag wieder einen Erdstoß im Südosten von Agaete gemeldet. Dieser Erdstoß ereignete sich in der Nacht um 04:47 Uhr mit einer Magnitude von 1,4. Das Epizentrum lag laut den Seismologen in einer Tiefe von nur einem Kilometer. Damit erhöht sich die Zahl der registrierten Mikrobeben in dieser Region innerhalb kürzester Zeit auf insgesamt elf Erschütterungen.
Vorausgegangene Mikro-Beben nur für Messgeräte messbar
Zehn schwache Erdstöße machten bereits von Donnerstagmittag bis Freitagmorgen den Anfang dieser kleinen Serie. Alle Messungen zeigten Aktivitäten in Tiefen zwischen einem und zehn Kilometern. Für die Bevölkerung blieben die Erschütterungen im Alltag so gut wie unsichtbar, da die Magnituden durchweg im kaum messbaren Bereich lagen.
Kräftigster Ausschlag der gesamten Serie war ein Erdstoß am Donnerstagnachmittag um genau 15:11 Uhr. Mit einer Magnitude von 2,1 und in sechs Kilometern Tiefe sorgte das Beben dafür, dass im Ortskern und im Agaete-Tal sowie in der Urbanisation La Suerte vereinzelt Menschen aufhorchten. Experten der Vulkanüberwachung sichten die Messwerte weiterhin ganz routinemäßig, da solche Mini-Beben absolut harmlos sind.
