Die Regulierung des Taxiverkehrs am Flughafen von Gran Canaria steht vor einer technologischen Neuerung. Das zuständige Transportministerium des Cabildos hat in dieser Woche eine großflächige Kampagne gestartet, um Taxilizenzen außerhalb der Standortgemeinden Telde und Ingenio mit digitalen RFID-Etiketten auszustatten.
Diese kleinen Chips werden an der Heckscheibe der Fahrzeuge angebracht und dienen der automatischen Identifizierung per Radiofrequenz. Die Maßnahme ist für die Taxifahrer komplett kostenlos, da das Cabildo die Finanzierung des Projekts vollständig übernimmt.
Das neue Kontrollsystem geht in die Testphase
Der Flughafenbetreiber will mit dieser digitalen Überwachung die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen für Transferfahrten lückenlos durchsetzen. Die Regelung erlaubt es auswärtigen Taxiunternehmen zwar weiterhin, vorbestellte Passagiere am Terminal abzuholen, begrenzt diese Fahrten jedoch auf höchstens 20 Einsätze pro Monat je Fahrzeug. Die Schrankenanlagen lesen die Daten der Funkchips aus und gleichen diese in Echtzeit mit der zentralen Datenbank des Cabildos ab. Das Transportwesen der Kanaren erhofft sich von dieser Maßnahme eine deutliche Eindämmung von unlauterem Wettbewerb und illegalen Stornierungen im Taxigewerbe der Insel.
Die Installation der Chips erfordert eine vorherige Terminabsprache über die jeweiligen Genossenschaften und nimmt nur wenige Minuten in Anspruch. Nach den ersten Terminen in der Kooperative von Maspalomas wird die Aktion am 11. und 14. September im Bereich des Gran-Canaria-Stadions fortgesetzt. Der Generaldirektor für Transport, Manuel López, hob hervor, dass diese Form der digitalen Verkehrsregelung ein absolutes Novum auf den gesamten Kanarischen Inseln darstellt. Die Schrankenanlagen werden zunächst in einer Testphase kalibriert, bevor das System in den regulären Dauerbetrieb geht.
