Gáldar im Norden von Gran Canaria setzt einen weiteren Meilenstein beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Am gestrigen Dienstag wurden die neuen Photovoltaik-Überdachungen auf dem städtischen Parkplatz in San Isidro offiziell eingeweiht. Die Anlage kombiniert umweltfreundliche Stromerzeugung mit moderner Ladeinfrastruktur für die E-Mobilität.
Umweltministerium weiht neue Photovoltaik-Überdachungen auf dem Parkplatz des städtischen Bestattungsinstituts von San Isidro ein
Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 827.781 Euro. Finanziert wurde die Maßnahme zu 85 Prozent (605.115 Euro) durch eine Subvention der kanarischen Regierung im Rahmen der europäischen „Next Generation EU“-Mittel, während die restlichen Kosten aus Eigenmitteln der Gemeinde Gáldar gedeckt wurden.
Zur Einweihung hoben Julieta Schallenberg, Vizeministerin für ökologischen Übergang, und Gáldars Bürgermeister Teodoro Sosa den Stellenwert dieser Vorhaben hervor. Dieses Förderprogramm zielt darauf ab, bereits bebaute Areale wie Parkplätze für die Energiegewinnung zu nutzen und so den Verbrauch von unberührten Naturflächen zu vermeiden.
Die neu errichtete Überdachung erstreckt sich über eine Fläche von 2.226 Quadratmetern und deckt insgesamt 85 Parkplätze ab. Technisch ist die Anlage mit 534 Photovoltaik-Modulen ausgestattet, die eine Spitzenleistung von 226,95 kWp sowie eine Nominalleistung von 200 kW generieren.
Um den erzeugten Solarstrom optimal für den kommunalen Eigenverbrauch zu nutzen, wurde erstmals in einer öffentlichen Anlage von Gáldar ein Energiespeichersystem mittels Lithium-Batterien mit einer Kapazität von 400 kWh integriert.
Sechs Schnellladestationen für E-Fahrzeuge einsatzbereit
Neben der Energiegewinnung und der Verschattung der Stellplätze fördert die Anlage direkt die regionale Elektromobilität. Dazu wurden im Rahmen der Bauarbeiten sechs Stellplätze für Elektrofahrzeuge mit insgesamt drei Ladesäulen in die Konstruktion integriert. Durch dieses Vorhaben verringert die Gemeinde Gáldar ihre eigenen Energiekosten und senkt gleichzeitig die CO₂-Emissionen im städtischen Raum, während bereits sechs weitere ähnliche Anlagen auf Sportplätzen in verschiedenen Ortsteilen vorbereitet werden.
