Keine guten Nachrichten gibt es für Gran Canaria, wo das West-Nil-Virus still und heimlich weitermarschiert. Ein ganz frischer Infektionsherd kam jetzt in einer Gemeinde ans Licht, die bisher komplett virenfrei war. Festgestellt wurde der Fall auf einem Hof in Santa Brígida, wie das spanische Landwirtschaftsministerium offiziell bekannt gab.
Zweiter offizieller Infektionsherd auf der Insel
Aufgefallen war die Infektion am 28. August, als eine Tierärztin vor Ort krankheitstypische Anzeichen bei einem der Vierbeiner feststellte. Eine genaue Untersuchung im nationalen Referenzlabor in Algete brachte kurz darauf Gewissheit. Von den 54 gemeldeten Pferden des Betriebs ist bisher zum Glück nur ein einziges Tier betroffen.
Zusammen mit den ersten Funden vor knapp drei Wochen in San Bartolomé de Tirajana zählt Gran Canaria damit inzwischen vier bestätigte Fälle bei Tieren. Damals waren drei Pferde positiv getestet worden, weshalb die Behörden nun von einer aktiven Verbreitung des Erregers ausgehen.
Stechmücken tragen das Virus weiter
Übertragen wird das Virus durch invasive Stechmücken, die den Erreger zuvor bei infizierten Wildvögeln aufgenommen haben. Experten warnen vor den Folgen der anhaltend hohen Temperaturen auf den Inseln, welche die Vermehrung der Insekten massiv beschleunigen. Weil das Virus nun in zwei verschiedenen Regionen der Insel nachgewiesen wurde, überwachen die Veterinärbehörden die betroffenen Gebiete extrem genau.
