Rund um Agaete auf Gran Canaria wackelt seit Tagen immer wieder die Erde. Das Nationale Geografische Institut (IGN) der Kanaren meldet seit dem 3. September eine Reihe kleinerer Erdbeben im Nordwesten der Insel. Inzwischen summieren sich die erfassten Erdstöße auf knapp 40. Mehrere dieser Bewegungen wurden von der lokalen Bevölkerung wahrgenommen.
Intensität von der Bevölkerung in mehreren Orten verspürt
Höhepunkt der Serie war am Montagabend um 18:59 Uhr ein Erdstoß der Stärke 2,3. Da das Zentrum des Bebens südlich von Agaete in nur drei Kilometern Tiefe lag, war es im Ort selbst gut zu spüren. Selbst in den angrenzenden Wohngebieten El Agazal, El Turmán und rüber bis nach Gáldar nahmen einige Anwohner die leichte Erschütterung noch wahr.
Begonnen hatte die Serie bereits Tage zuvor im nordwestlichen Seegebiet vor Gran Canaria. Erste nennenswerte Erschütterung wurde am 3. September mit einer Stärke von 2,1 nordöstlich von Agaete in sechs Kilometern Tiefe gemessen. Seismologen betonen, dass sämtliche vorliegenden Daten aufgrund der geringen Signalstärken vorerst vorläufigen Charakter besitzen und im Zuge detaillierter Analysen noch angepasst werden können.
Region um Agaete zeigt historisch wiederkehrende Aktivität
Für die Seismologen ist die aktuelle Aktivität in diesem Teil der Insel absolut nichts Ungewöhnliches. Ein Blick auf die Statistik zeigt, dass es im Umfeld von Agaete innerhalb der letzten zwölf Monate 119-mal gebebt hat. Vor allem im Herbst 2025 registrierten die Stationen eine starke Häufung der Erdstöße, wobei der kräftigste Wert damals eine Magnitude von 2,9 erreichte.
Grund zur Sorge besteht nach Einschätzung der Seismologen aktuell nicht. Das IGN stuft die Ereignisse vorerst als harmlose Serie mit geringer Stärke ein. Aus den vorliegenden Messwerten lässt sich weder eine akute Bedrohung ableiten, noch gibt es verlässliche Vorhersagen für größere Erdbeben in der Region.
