Ein beachtlicher Aufstieg gelingt dem Hafen von Las Palmas (Puerto de la Luz) auf Gran Canaria im globalen Seeverkehr. Direkt hinter den spanischen Festland-Metropolen Valencia, Algeciras und Barcelona sichert sich die kanarische Anlage damit einen starken vierten Platz im nationalen Vergleich. Auf kontinentaler Ebene sichert sich das strategisch perfekt positionierte Drehkreuz mittlerweile eine starke zwölfte Position.
Westafrika als Herzstück des globalen Netzwerks
Stolze 582 Seewege in 14 unterschiedliche Regionen verdeutlichen die enorme Bedeutung des Standorts für die Schifffahrt. Als absolutes Kernstück gilt dabei die Verbindung nach West- und Südafrika, auf der allein 45 Häfen direkt angelaufen werden. Weit über den Atlantik reicht das netz bis nach New York und Buenos Aires, während im Osten asiatische Megahäfen wie Shanghai oder Yokohama auf dem Fahrplan stehen. Sogar Ozeanien ist mit Zielen wie Sydney und Auckland direkt angebunden.
Von dieser hervorragenden Infrastruktur profitiert auch das Welternährungsprogramm, welches in Las Palmas eines seiner weltweit zentralen Logistikzentren für humanitäre Hilfe betreibt. Fast 85 Prozent aller Schiffsrouten werden im wöchentlichen Rhythmus bedient, was extrem schnelle Umschlagzeiten garantiert.
Containerverkehr hat die absolute Vormachtstellung
Ein Anteil von 85,2 Prozent bei den reinen Containerdiensten bildet das unangefochtene Fundament des Hafengeschäfts. Nimmt man gemischte Linien hinzu, dominiert die klassische Boxen-Fracht den gesamten Warenverkehr zu stolzen 94 Prozent. Herkömmliche Passagierfähren fallen im großen Maßstab dagegen kaum ins Gewicht.
Abseits der riesigen geografischen Reichweite zeigt sich der Wettbewerb unter den Anbietern jedoch ungleich verteilt. Insgesamt 17 Reedereien nutzen die Anlage auf Gran Canaria, allerdings wickeln die drei Branchenriesen MSC, Maersk und CMA-CGM fast 88 Prozent des gesamten Netzwerks ab. Knapp die Hälfte aller angesteuerten Zielhäfen weltweit wird sogar von nur einem einzigen Betreiber bedient.
