Das geplante Großprojekt für einen komplett barrierefreien Badebereich an der Playa de Las Canteras in Las Palmas auf Gran Canaria liegt vorerst auf Eis. Die offizielle Ausschreibung der Stadtverwaltung endete in einem Fiasko: Es fand sich kein einziges Bauunternehmen.
Bürokratie-Drama in Las Palmas: Stadt musste bereits Fördergelder ungenutzt zurückzahlen
Die Ausschreibung für den barrierefreien Umbau des Badebereichs an der Playa de Las Canteras im Bereich der Plaza Miguel Martín Fernández de la Torre neben Tomás Miller, ist erneut gescheitert. Es hat sich kein Bauunternehmen für das rund 209.000 Euro teure Projekt beworben.
Damit verzögert sich die seit 2019 geplante Modernisierung für Menschen mit eingeschränkter Mobilität weiter. Vorgesehen waren dort neue Aluminium-Sonnendächer, barrierefreie Duschen, Liegezonen für Rollstuhlfahrer sowie ein inklusives „Audioplaya“-System für Menschen mit Sehbehinderung.
Dass sich der Umbau seit Jahren wie ein Kaugummi zieht, liegt vor allem an abgelaufenen Küstenschutz-Lizenzen und dem internen Behörden-Dschungel. Dieser Stillstand kostete die Stadt bereits richtig viel Geld: Weil nichts passierte, musste Las Palmas Ende 2025 eine Förderhilfe des Cabildos über 160.000 Euro ungenutzt zurücküberweisen. Als Strafe wurden obendrein über 25.000 Euro an Verzugszinsen aus der eigenen Stadtkasse fällig. Bis zu einem neuen Anlauf müssen sich Betroffene nun weiter mit der aktuellen Ausrüstung des Roten Kreuzes begnügen.
