Der erste Waldbrand des Sommers auf Gran Canaria konnte am Donnerstagabend erfolgreich eingedämmt werden. Das zwischen den Gemeinden Telde und Valsequillo ausgebrochene Feuer betrifft nach ersten Schätzungen eine Fläche von etwa acht bis zehn Hektar und gilt seit den Abendstunden als stabilisiert.
Sieben Brandherde unter Hochspannungsleitung entdeckt
Der Alarm ging am Donnerstagnachmittag gegen 17:08 Uhr bei den Rettungskräften ein, nachdem dichte Rauchwolken über der Cumbre gesichtet wurden. Die lokalen Behörden lokalisierten anfangs sieben unabhängige Brandherde im Bereich zwischen Las Breñas und Cazadores, die auffälligerweise alle direkt unterhalb einer Stromleitung entlang der Landstraße GC-130 lagen.
Die Flammen breiteten sich durch starke Nordostwinde begünstigt rasch über die steilen Hänge aus, die dicht mit Gestrüpp und matorral bewachsen sind. Ein Übergreifen auf die tiefen Schluchten sowie auf die angrenzende Naturschutzzone Los Marteles konnte durch den schnellen Einsatz von sieben Löschhubschraubern und zahlreichen Bodencrews verhindert werden.
Keine Evakuierungen notwendig aber Ermittlungen laufen
Trotz vorsorglicher Bereitschaft der Einsatzkräfte in den angrenzenden Weilern La Solana und Cazadores blieben den Bewohnern Evakuierungen erspart. Die wichtige GC-130 ist für den privaten Verkehr weiterhin gesperrt, um den Löschfahrzeugen uneingeschränkte Mobilität zu sichern. Im Fokus der Brandursachen-Ermittler steht die Frage, ob ein Defekt an der Stromleitung vorlag oder ob die sieben Feuerstellen vorsätzlich entfacht wurden.
