Aufatmen auf Lanzarote: Ermittler der Nationalpolizei haben dem nächtlichen Feuerteufel-Spuk in Arrecife ein Ende gesetzt. Bei dem Zugriff ging den Beamten ein stadtbekannter Intensivtäter ins Netz, der für das verheerende Flammenchaos der letzten Nächte verantwortlich sein soll. Mit der Festnahme des Mannes endet für die Feuerwehr eine Dauerschleife an Einsätzen.
Spur der Verwüstung in drei aufeinanderfolgenden Nächten
Ein regelrechter Brandmarathon setzte der Feuerwehr in den Nächten auf den 2., 3. und 4. Juni schwer zu. Im Schutz der Dunkelheit schlich der Täter durch verschiedene Straßen von Arrecife und zündete nacheinander Mülltonnen an. Weil sich das Feuer durch den Funkenflug rasend schnell ausbreitete, kam es an sechs Stellen mitten im Wohngebiet zu hochgefährlichen Großbränden.
Infolge der Zerstörungswut wurden 14 Fahrzeuge und 13 Abfallcontainer massiv beschädigt. Viele der Autos und Mülltonnen brannten lichterloh nieder, wodurch ein enormer Sachschaden für die Anwohner entstand.
Bevölkerung half tatkräftig bei der Fahndung
Unterstützung erhielten die Ermittler während der heißen Phase direkt von den Bürgern der Stadt. Augenzeugen lieferten wertvolle Beobachtungen zu verdächtigen Personen in den Tatnächten. Diese enge Zusammenarbeit führte die Ermittler schließlich direkt zu dem polizeibekannten Mann. Ohne die Hilfe aus der Nachbarschaft wäre eine so schnelle Festnahme kaum möglich gewesen, hieß es in einer Erklärung der Nationalpolizei.
Nach dem Abschluss der Verhöre wurde der Mann direkt dem Haftrichter vorgeführt. Die zuständige Justizbehörde prüfte den Fall umgehend und ordnete wegen akuter psychischer Probleme die sofortige Einweisung des Mannes in eine psychiatrische Anstalt an.
