Ein sechs Monate altes Baby ist am heutigen Montag im Krankenhaus auf Teneriffa verstorben. Das Kind war am vergangenen Mittwoch entkräftet von einem Flüchtlingsboot vor El Hierro gerettet worden. Es ist das zweite Todesopfer dieser Überfahrt.
An Bord befanden sich 165 Personen: 110 Männer, 42 Frauen und 13 Minderjährige, darunter vier Babys. Nach der Ankunft im Hafen von La Restinga mussten Rettungskräfte das Kind noch am Pier wegen eines Herz-Kreislauf-Stillstands wiederbeleben. Wegen seines kritischen Zustands wurde der Säugling auf die Nachbarinsel Teneriffa verlegt, wo er am Montag im Krankenhaus verstarb.
Viele Bootsinsassen mussten direkt ins Krankenhaus gebracht werden
Neben dem verstorbenen Jungen forderte die Überfahrt noch ein weiteres Leben. Eine Frau verstarb noch auf dem Meer. Der Zustand der Überlebenden, die vor allem aus Senegal, Gambia, Guinea und Mali stammen, war bei der Ankunft extrem schlecht. Insgesamt 23 Menschen benötigten sofortige medizinische Hilfe am Kai, 15 von ihnen liegen wegen schwerer Dehydrierung und Erschöpfung weiterhin im Krankenhaus auf El Hierro.
