Die Fluchtrouten im Mittelmeer und Atlantik haben sich im Jahr 2026 verschoben. Während die Zahl der Migranten auf den Kanaren um mehr als die Hälfte eingebrochen ist, verzeichnen die Balearen einen Zuwachs. Nach den neuesten Daten des Innenministeriums für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 15. September 2026 hat die balearische Route den kanarischen Archipel bei den Zahlen der ankommenden Migranten erstmals überholt.
Der statistische Vorjahresvergleich für die Balearen (Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera) zeigt eine konstante Zunahme der Migrationsbewegung:
- Illegale Einreisen 2026: In diesem Jahr erreichten bisher 5.627 Migranten die Balearen.
- Illegale Einreisen 2025: Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 5.483 Personen.
- Absolute Differenz: Das bedeutet ein Plus von 144 Migranten auf der Mittelmeer-Route.
- Prozentualer Anstieg: Die Zahl der registrierten Personen stieg um 2,7 Prozent.
Deutlich mehr, dafür kleinere Boote erreichen die Inseln
Besonders auffällig ist die Entwicklung bei der Anzahl der registrierten Boote. Die Statistik des Innenministeriums verzeichnet hier einen deutlichen Sprung nach oben. Die Zahlen spiegeln wider, dass vermehrt kleinere Boote (Pateras) von der algerischen Küste aus in Richtung der Balearen starten:
- Anzahl der Boote 2026: Bis Mitte September wurden bereits 303 Boote registriert.
- Anzahl der Boote 2025: Im Vorjahreszeitraum waren es noch 295 Boote.
- Absolute Differenz: Das entspricht einer Zunahme um 8 Boote auf den Balearen.
Diese Zahlen untermauern den Wendepunkt in der Migrationspolitik: Mit 5.627 Migranten auf den Balearen gegenüber 5.592 illegale Einreisen auf den Kanaren ist die Route über das Algerische Becken zu den Urlaubinseln im Mittelmeer aktuell die aktivste maritime Fluchtroute des Landes.
