Die marokkanischen Sicherheitskräfte haben an der Küste der Westsahara zwei Fluchtversuche von Migranten in Richtung der Kanaren vereitelt. Bei den Einsätzen nahe der Stadt El Aaiún, wurden rund 80 Personen festgenommen. Für einen der Insassen endete der Versuch im Atlantik tödlich.
Boote direkt beim Ablegen gestoppt
Die Vorfälle ereigneten sich am Freitagmorgen. Nach Berichten lokaler Medien handelte es sich bei dem ersten Boot um ein motorisiertes Schlauchboot. Die Gendarmerie fing das Boot ab, als es gerade ins Wasser gelassen wurde. Dabei kam eine Person im Wasser ums Leben. Genauere Details zum Unfallhergang wurden aus Ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht mitgeteilt.
In einer koordinierten Aktion stoppten die Beamten zeitgleich eine zweite Gruppe von Migranten, die ebenfalls im Begriff war, mit einem Boot in Richtung der Kanaren abzulegen. Unter den insgesamt 80 Personen befanden sich rund 50 marokkanische Staatsbürger. Die restlichen Aufgegriffenen stammen aus verschiedenen Ländern der afrikanischen Sahelzone.
Ermittlungen eingeleitet
Die Festgenommenen befinden sich im Gewahrsam der Behörden, um das vorgeschriebene Protokoll zu durchlaufen. Parallel dazu wurde eine Untersuchung zu den Hintergründen der Schleusung sowie zum genauen Hergang des Todesfalls eingeleitet. Der Küstenabschnitt von Fum el Ued gilt als bekannter Hotspot für Überfahrten auf die Kanaren, da die Küste von Lanzarote nur etwa 130 Kilometer entfernt liegt.
