Erneut erreichte ein Boot mit Migranten die Kanaren. Die Patera wurde am Montag in den Gewässern von El Hierro entdeckt. An Bord befanden sich insgesamt 61 Personen aus Gambia, dem Senegal, Mali und Guinea-Conakry die laut eigenen Angaben vor sieben Tagen in Saint-Louis gestartet waren.
Boot vier Seemeilen vor der Küste entdeckt
Geortet wurde die Patera am Morgen von Radar (SIVE) der Guardia Civil etwa vier Seemeilen südlich der Insel. Daraufhin wurde das Rettungsboot Salvamar Diphda der Seenotrettung (Salvamento Marítimo) entsandt. Da das Boot manövrierfähig war und keine unmittelbare Gefahr des Kenterns bestand, wurde das Boot bis zur Anlegestelle im Hafen von La Restinga eskortiert.
Medizinische Erstversorgung direkt am Kai
Das Erstversorgungsteam aus Kräften des Kanarischen Rettungsdienstes (SUC) und freiwilligen Helfern des Roten Kreuzes leitete umgehend medizinische und logistische Checks ein. Alle 61 Bootsinsassen zeigten einen den Umständen entsprechend guten Zustand. Die Migranten wurde im Anschluss den zuständigen Behörden überstellt.
Anschließend erfolgt die geordnete Verlegung in das temporäre Aufnahmezentrum für Ausländer (CATE) im Dorf San Andrés in der Gemeinde Valverde, wo sie von einer Nichtregierungsorganisation betreut werden, bis eine Weiterverteilung auf andere Ressourcen außerhalb der Insel stattfindet.
