Die Dynamik der irregulären Migration nach Spanien hat sich im bisherigen Jahresverlauf stark verschoben. Laut dem aktuellen Bericht des spanischen Innenministeriums für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 15. August verzeichnen die Kanaren eine deutliche Entlastung.
Insgesamt erreichten im o.g. Zeitraum 4.808 Migranten die Inseln, was einem Rückgang von 59,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Auch die Zahl der Boote sank spürbar um 65,3 Prozent auf insgesamt 64.
Brennpunkt verlagert sich: Massiver Migrationsdruck an der Landgrenze von Ceuta
Die spanische Exklave Ceuta verzeichnet hingegen einen drastischen Anstieg irregulärer Einreisen um über 191 Prozent, während die Routen zu den Kanaren seltener genutzt werden. Laut Behördenangaben sind die schweren Grenzzwischenfälle von Ende Juli und Anfang August in diesen Statistiken noch nicht vollständig enthalten. Die Entwicklung zeigt deutlich, wie sich der Schwerpunkt der Migration derzeit an die Festlandgrenzen verlagert.
