In der Nordafrika-Exklave Ceuta ist es am Donnerstag zu einem schweren Zwischenfall am Grenzzaun gekommen. Eine Patrouille der spanischen Streitkräfte wurde von einer größeren Gruppe von Migranten mit Steinen angegriffen. Die Sicherheitsbehörden reagierten umgehend und nahmen im Zuge eines Großeinsatzes zwölf Beteiligte fest.
Hinterhalt am Grenzzaun
Der Vorfall ereignete sich in einem schwer zugänglichen, bewaldeten Gebiet nahe der Grenze zu Marokko. Eine reguläre vierköpfige Militärstreife geriet dort in eine Art Hinterhalt, an dem laut Augenzeugenberichten bis zu 40 Personen beteiligt gewesen sein sollen. Die Gruppe attackierte die Soldaten mit einem massiven Hagel aus Steinen und anderen Wurfgeschossen.
Dank ihrer Schutzausrüstung konnten die vier Soldaten Schlimmeres verhindern, erlitten jedoch durch die Wucht der Treffer leichte Verletzungen und Prellungen. Sie wurden vor Ort medizinisch versorgt.
Großeinsatz führt zu schnellen Festnahmen
Direkt nach dem Angriff alarmierten die Soldaten die Guardia Civil und die Nationalpolizei. Die herbeigerufenen Sondereinheiten riegelten das betroffene Gebiet sofort weiträumig ab. Bei der anschließenden Suchaktion im unwegsamen Gelände konnten die Beamten insgesamt zwölf Personen lokalisieren und unter dem Vorwurf des Angriffs auf Vollstreckungsbeamte sowie der schweren Körperverletzung festnehmen.
Die Ermittlungen zu den restlichen Beteiligten der Gruppe laufen unter Hochdruck. Die Sicherheitsbehörden betonten, dass die Grenzkontrollen und Patrouillengänge in Kooperation mit den marokkanischen Behörden weiter intensiviert werden, um die Lage an den Grenzanlagen stabil zu halten.
