Schwere Ausschreitungen in Ceuta haben erneut zu einem Großeinsatz der Sicherheitskräfte geführt. Beamte der Guardia Civil und Einheiten der Nationalpolizei nahmen insgesamt 21 marokkanische Migranten fest. Vorausgegangen waren heftige Angriffe auf eine Militärpatrouille sowie auf die eintreffenden Polizisten, die massiv mit Steinen beworfen wurden.
Interne Auseinandersetzung eskalierte am Strand
Ausgangspunkt der Krawalle war eine gewaltsame Massenschlägerei unter Migranten an der Playa de El Trampolín. Beteiligte warteten dort offenbar auf freie Plätze in den lokalen Aufnahmeeinrichtungen. Eine routinemäßig vorbeikommende Militärpatrouille bemerkte den Vorfall und versuchte einzugreifen, um die Situation zu beruhigen.
Daraufhin wendete sich die Gewalt der Gruppe gegen die Soldaten. Aggressive Personen attackierten die Patrouille mit massiven Steinwürfen. Erst durch die Anforderung von Kräften der Guardia Civil und der Nationalpolizei konnte die Lage unter Kontrolle gebracht und die Rädelsführer festgenommen werden.
Soldatenverband fordert Status als Behördenvertreter
Nach den Vorfällen schaltete sich der unabhängige Militärverband (ATME) mit deutlicher Kritik ein. Gewerkschafter prangern die zunehmende Wehrlosigkeit der im Grenzschutz eingesetzten Soldaten an. Gefordert wird von der Politik eine sofortige Gesetzesänderung, um Einsatzkräften des Militärs denselben rechtlichen Status wie Polizisten zu verleihen.
Bislang gelten Soldaten im Inlandsschutz rechtlich nicht als offizielle Behördenvertreter, was den rechtlichen Schutz bei Angriffen im Dienst erheblich einschränkt. Zudem verlangt der Verband die sofortige Anerkennung der Grenzsicherung in den Exklaven als Risikoberuf.
Weiterführende Details und offizielle Stellungnahmen zu den Vorfällen in Ceuta lesen Sie fortlaufend bei Kanaren News.
