Wer am frühen Mittwochabend im Norden von Teneriffa unterwegs war oder entspannt auf der Terrasse saß, hat es vielleicht bemerkt. Die Erde hat ganz leicht gezittert. Um 18.24 Uhr registrierten die Messgeräte des Nationalen Geografischen Instituts (IGN) einen spürbaren Erdstoß im Atlantik vor der Küste von Punta del Hidalgo. Das Beben erreichte eine Stärke von 3,6.
Das Epizentrum lag tief im Atlantik
Dass die Erschütterung an Land überhaupt wahrgenommen wurde, ist durchaus eine Meldung wert, denn das Zentrum des Bebens lag eigentlich ziemlich tief. Das IGN lokalisierte das Epizentrum rund 30 Kilometer nordöstlich von Punta del Hidalgo in einer Tiefe von stolzen 36 Kilometern. Genau diese Tiefe hat wahrscheinlich auch Schlimmeres verhindert, da die Energie des Stoßes auf dem Weg nach oben stark abgemildert wurde.
Aufmerksame Anwohner spürten das Zittern
In verschiedenen Orten entlang der Küste war das Beben kurz spürbar. Aufmerksame Inselbewohner berichteten von einem leichten, ungewohnten Vibrieren. Nach dem Hauptbeben verzeichneten die seismischen Stationen noch eine Reihe kleinerer Nachbeben in derselben Meeresregion. Diese waren jedoch so schwach, dass sie an Land überhaupt nicht mehr bemerkt wurden.
Völlig normal für eine Vulkaninsel
Experten betonen immer wieder, dass solche kleineren Erdstöße rund um das vulkanisch geprägte Kanaren-Archipel absolut nichts Ungewöhnliches sind. Die tektonischen und vulkanischen Strukturen im Atlantik sind ständig leicht in Bewegung. Die Inseln werden rund um die Uhr von einem dichten Netz aus Messstationen überwacht, sodass jede Veränderung sofort registriert wird.
