Das Nationale Geografische Institut Spaniens (IGN) und das Kanarische Vulkanologische Institut (Involcan) haben eine ungewöhnliche seismische Aktivität unter den Cañadas del Teide auf Teneriffa verzeichnet. Über einen Zeitraum von knapp zehn Stunden registrierten die Messstationen einen sogenannten hybriden Erdbebenschwarm.
Dieser setzte sich aus rund 500 Mikroerdbeben zusammen. Aufgrund der sehr geringen Magnitude der einzelnen Erschütterungen waren diese für die Bevölkerung auf der Insel nicht spürbar. Das Kanaren News Magazin hält Sie über die Messdaten der Vulkanologen auf dem Laufenden.
Die Seismographen zeichneten die Erschütterungen in einer Tiefe von rund zehn Kilometern unter dem Vulkankegel auf. Experten betonen, dass es sich hierbei um ein bekanntes Phänomen handelt, das in ähnlicher Form bereits in den Jahren 2016, 2019 und 2021 aufgetreten ist. Nach einer ersten Auswertung der Daten besteht kein Grund zur Sorge für Anwohner oder Urlauber.
Experten geben Entwarnung: Hydrothermale Gase als Ursache
Die Vulkanologen erklären das Ereignis mit der Bewegung von hydrothermalen Gasen im Untergrund des Teide-Massivs. Durch den Druck und die Zirkulation dieser heißen Dämpfe in den tiefen Gesteinsschichten kommt es zu den minimalen, kurz aufeinanderfolgenden Erschütterungen. Ein Aufsteigen von flüssigem Magma wird derzeit ausgeschlossen.
Das Überwachungsnetzwerk auf Teneriffa läuft im Normalbetrieb und die Warnstufe für vulkanische Aktivitäten verbleibt unverändert auf Grün. Die Daten der Verformungsmessungen und der Gasemissionen am Krater zeigen laut den Behörden keinerlei Anomalien, die auf eine bevorstehende Änderung des Vulkanverhaltens hindeuten. Die Institute werden die seismischen Bewegungen in den kommenden Tagen jedoch weiterhin intensiv überwachen, um Veränderungen im hydrothermalen System sofort zu erfassen.
